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Können Sie sich ein Leben ohne Elektrotechnik vorstellen?

Es klingt vielleicht unwahrscheinlich, aber es ist wahr: Es gibt heute tatsächlich keine Technik mehr, die in unserem Leben eine so enorme Rolle spielt, wie die Elektrotechnik. Wir begegnen ihr überall und zu jeder Zeit. Fast alles, was wir heute mit Komfort oder Luxus verbinden, basiert letztendlich auf Anwendungen der Elektrotechnik.

Ausbildungsziele

Die Elektrotechnik ist zwischen den Disziplinen Elektronik / Nachrichtentechnik und Maschinenbau positioniert. Der Vermittlung der entsprechenden Grundlagen und des damit verbundenen interdisziplinären Denkens kommt daher schon zu Beginn der Ausbildung erhebliche Bedeutung zu – eine Fähigkeit, die von der Industrie ebenso eingefordert wird wie solide EDV- und CAD-Kenntnisse, Teamfähigkeit, gute Fremdsprachenkenntnisse und der Umgang mit modernen Präsentationsmitteln. Die gewählte Reihenfolge entspricht den von Jahr zu Jahr hinzukommenden und bis zur Matura weiterentwickelten Fertigkeiten unserer Absolventen.

Dabei wird nicht nur der Umgang mit modernen Medien – selbstverständlich auch INTERNET – gelehrt, sondern vor allem deren direkte und zielgerichtete Anwendung in den Konstruktionsübungen, im Labor und vor allem im Projektunterricht. Die Durchführung von Unterrichts- und Ingenieurprojekten, vor allem aber von Diplomarbeiten wird als ganz wesentlicher Beitrag zur Modernisierung der technischen Ausbildung angesehen und entsprechend gefördert.

Absolventinnen und Absolventen, die den hier skizzierten Ausbildungsrahmen ausfüllen, sind für die Anforderungen der Industrie gut gerüstet und müssen sich keine Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen. Man findet unsere Absolventen heute in der Telekommunikation, bei Banken, in der Groß-EDV, im Verkehr, in der Automatisierung, usw. und nicht nur in den klassischen Bereichen Elektroindustrie und Elektrizitätsversorgung.

Unser Tagesschulangebot

Unsere Tagesschule steht allen Jugendlichen offen die die Aufnahmebedingungen erfüllen.

Die Ausbildung an der Tagesschule ist in zwei Module gegliedert. Das erste Modul ist das allgemeine Eletrotechnikmodul, das vom 1. bis zum 5. Jahrgang reicht. Ab dem 3. Jahrgang kommt dann das Schwerpunktsmodul dazu. Wir bieten 3 Ausbildungschwerpunkte an:

  • allgemeines Elektrotechnikmodul

Dies umfasst alle Wissensgebiete - technisch und allgemein - auf der Elektrotechnikerinnen und Elektrotechniker bewandert sein sollten und Grundlagen für jedes elektrotechnische Teilgebiet.

  • Regelungstechnik (Profil Informationstechnik)

Die Schwerpunkte liegen auf den Gebieten der Automatisierungstechnik, der Prozeßrechen- und Prozeßleittechnik, sowie der Elektronik und Mikroelektronik. Zusätzlich findet eine Vertiefung der EDV- und Netzwerkkenntnisse statt.

  • Energietechnik und industrielle Elektronik (Profil Erneuerbare Energien)

Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen elektrische Energieerzeugung und -verteilung, Antriebstechnik, sowie Leistungselektronik. Insbesonders wird Entwicklungen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien Rechnung getragen.

Unterrichtsarbeit

Beim Heranführen unserer Schülerinnen und Schüler an die sicherlich anspruchsvollen Ausbildungsziele wird natürlich auf die unterschiedliche Belastbarkeit in den verschiedenen Altersstufen Rücksicht genommen. Eigenständiges Arbeiten bei Referaten, im EDV-Unterricht, beim Einarbeiten in neue Stoffgebiete und in den Konstruktionsübungen fördern nicht nur die Selbständigkeit, sondern bringen auch Abwechslung und Motivation in den Schulalltag. Dazu dienen auch Lehrausgänge und Exkursionen – nicht nur zu facheinschlägigen, sondern auch zu wichtigen kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen.

Der für Technikerinnen und Techniker so wichtigen Allgemeinbildung, aber auch dem Aufbau eines sozialen Verständnisses und kritischen Bewußtseins gegenüber unserer „modernen Zeit“ wird entsprechend Rechnung getragen. Die „nicht technischen Gegenstände“ übernehmen hier die wichtige Aufgabe

  • wirtschaftliches, wirtschaftpolitisches und unternehmerisches Denken
  • politische, geografische und historische Entwicklungen,
  • naturwissenschaftliche Grundkenntnisse und
  • Literatur und Theater,

nicht nur zu vermitteln, sondern auch den notwendigen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung zu leisten.

Wir bemühen uns den Unterricht und die Leistungsfeststellung so zu gestalten, daß die guten Schülerinnen und Schüler gefordert sind und die Schwächeren trotzdem nicht überfordert werden oder gar „das Handtuch werfen“. Dazu ist nicht nur der Einsatz der Lehrkräfte notwendig – unsere Jahrgangsvorständinnen und Jahrgangsvorstände bemühen sich von Anfang an ein positives Klima in den Klassen zu schaffen und durch Teamarbeit folgende wichtige Aufgabe zu lösen: „Die Guten“ davon überzeugen, daß auch sie viel lernen, wenn sie „die Schwachen“ sozusagen mitziehen. Mit der Erziehung zur Teamfähigkeit erfüllen wir eine wichtige Anforderung der Industrie.

Das Team

Die Qualität einer Ausbildung kann nur an den beruflichen Erfolgen und positiven menschlichen Eigenschaften unserer Absolventinnen und Absolventen gemessen werden. Eine Grundlage dieser Erfolge ist das ständige Bemühen aller Lehrkräfte um die Schülerinnen und Schüler und das Erkennen und Beheben von Wissensdefiziten. Eine Voraussetzung ist das permanente Arbeiten aller Lehrkräfte an ihrer Weiterbildung – durch Besuch von entsprechenden Seminaren und Kursen, durch Selbststudium und durch Kontakte mit der Industrie. Damit werden die notwendigen Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit innerhalb des Teams bei der Abstimmung von fachbereichsbezogenen und vor allem auch bei fachbereichsübergreifenden Lehrinhalten geschaffen.